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Was ist der BMI und warum ist er wichtig?

Der BMI – der Body-Mass-Index – ist eine leicht verständliche Kennzahl, mit der das Verhältnis zwischen Körpergewicht und Körpergröße bewertet wird. Ärztinnen und Ärzte nutzen ihn, um einzuschätzen, ob eine Person normalgewichtig, übergewichtig oder adipös ist. Obwohl der BMI allein nicht alle Gesundheitsfaktoren abbildet, gilt er als wichtiger Orientierungspunkt zur Abschätzung bestimmter Risiken.

Wie wird der BMI bewertet?

Für die meisten Erwachsenen werden Werte zwischen 18 und 24 als gesund angesehen. Ein Wert über 30 deutet auf Adipositas hin und kann das Risiko für Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Arthrose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Dennoch sollte der BMI immer im Gesamtzusammenhang betrachtet werden, da er individuelle Unterschiede nicht vollständig widerspiegelt.

Bedeutet ein hoher BMI automatisch Übergewicht?

Nicht unbedingt. Bei sehr muskulösen Menschen wie Bodybuildern kann der BMI aufgrund des hohen Muskelanteils erhöht erscheinen, obwohl der Körperfettanteil niedrig ist. Auch bei Kindern wird der Wert altersabhängig interpretiert, da ihre Wachstumskurven variieren. Wenn Sie sich Sorgen um das Gewicht Ihres Kindes machen, ist eine kinderärztliche Beratung immer sinnvoll. Bei älteren Menschen kann ein BMI zwischen 25 und 27 vollkommen normal sein, da ein leicht höheres Körpergewicht im Alter das Risiko für Osteoporose reduzieren kann.

BMI und Ihre Gesundheit

Der BMI ist nur ein Baustein in der Gesundheitsbewertung. Ebenso wichtig sind Ernährung, Bewegung, Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und der persönliche Lebensstil. Der BMI kann nicht unterscheiden zwischen:

  • Muskelmasse und Körperfett
  • verschiedenen Fettverteilungen
  • genetischen Unterschieden

Deshalb ist er allein kein vollständiger Gesundheitsindikator – besonders nicht für Kinder, Sportler, ältere Menschen oder Schwangere.

Warum der Wert wichtig bleibt

Der BMI bietet einen schnellen Überblick darüber, wie viel überschüssiges Gewicht möglicherweise vorhanden ist und welche gesundheitlichen Risiken bestehen könnten. Ärztinnen und Ärzte vergleichen BMI-Werte zudem mit Erfahrungswerten anderer Patientinnen und Patienten, um individuelle Gesundheitsrisiken besser einzuschätzen. Trotz seiner Grenzen bleibt er ein nützlicher Ausgangspunkt für eine fundierte Beurteilung.

Wann ist eine OP notwendig?

Eine Operation kann in Betracht kommen, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • BMI über 30 in Kombination mit schweren gewichtsbedingten Beschwerden
  • langjährig erfolglose Abnehmversuche
  • mehr als 45 kg Übergewicht
  • BMI über 35, wenn die Lebensqualität oder Gesundheit bereits deutlich eingeschränkt ist

Der BMI ist dabei nur ein Element der Entscheidung. Die medizinische Vorgeschichte, bestehende Beschwerden und der allgemeine Gesundheitszustand sind ebenso relevant.

Gesundheitsrisiken bei hohem BMI

In vielen Fällen ja. Ein deutlich erhöhter BMI kann das Risiko für:

  • Bluthochdruck
  • Herzkrankheiten
  • hohe Cholesterinwerte
  • Schlafapnoe
  • Typ-2-Diabetes
  • Reflux (GERD)
  • Harninkontinenz
  • weibliche Unfruchtbarkeit
  • Adipositas-Hypoventilationssyndrom
  • Arthrose