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Depression nach einer Magen-OP: Was Sie Wissen Sollten

Eine bariatrische Operation ist ein lebensverändernder Eingriff. Die meisten Menschen stellen fest, dass sich ihre Lebensqualität nach der Operation verbessert, aber es ist wichtig, sich über mögliche Komplikationen im Klaren zu sein, die auftreten können. Menschen, die sich einer bariatrischen Operation unterzogen haben, leiden im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung überdurchschnittlich häufig an Depressionen. Sich über die Risiken zu informieren, kann Ihnen helfen, in den Monaten nach der Operation geistig gesund zu bleiben.

Warum Gibt Es Einen Zusammenhang Zwischen Bariatrischen Operationen Und Depression?

Psychische Gesundheit ist ein kompliziertes Thema, und die spezifischen Ursachen für Depressionen sind von Mensch zu Mensch verschieden. Es gibt jedoch einige Gründe, warum Depressionen bei Patienten mit bariatrischen Operationen häufiger auftreten.

Sie hatten schon früher Probleme mit Ihrer psychischen Gesundheit. Wenn Sie vor der Operation psychische Probleme wie Depressionen oder Angstzustände hatten, werden Sie wahrscheinlich auch nach der Operation mit diesen Problemen zu kämpfen haben. Die Chirurgie ist ein hilfreiches Mittel, um Ihr Leben zu verändern, aber sie wird nicht sofort alle Ihre Probleme lösen.

Die Anpassung an einen neuen Lebensstil kann eine Herausforderung sein. Die meisten Menschen finden sich mit ihrem Lebensstil nach der Operation ab, aber die Anpassungsphase kann eine Weile dauern. Wenn Sie sich bisher daran gewöhnt haben, sich auf das Essen zu verlassen, um Kontakte zu knüpfen, sich zu entspannen oder mit Ihren Gefühlen umzugehen, zwingt Sie die bariatrische Chirurgie dazu, neue Wege zu finden, diese Dinge zu tun. Manche Menschen berichten sogar, dass sich ihre Freundschaften und Beziehungen nach einer bariatrischen Operation verändert haben.

Ihr neuer Körper fühlt sich seltsam an. Wenn Sie eine große Menge an Gewicht verlieren, kann es eine Weile dauern, bis Ihr Geist sich an Ihren Körper angepasst hat. Anfangs haben Sie vielleicht das Gefühl, in einem Körper festzusitzen, der sich nicht wie Ihr eigener anfühlt.

Ihre Hormone und Nährstoffe sind aus dem Gleichgewicht geraten. Depressionen werden häufig durch ein chemisches Ungleichgewicht verursacht, und bei bariatrischen Operationen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass solche Ungleichgewichte im Körper vorübergehend entstehen. Wenn Sie Ihre Ernährung umstellen und in kurzer Zeit eine große Menge an Gewicht verlieren, kann Ihr Serotoninspiegel sinken. Dies macht Sie anfälliger für psychische Probleme wie Depressionen.

Depression Bei Sich Selbst Erkennen

Könnten Sie depressiv sein? Depression bedeutet nicht immer, dass man traurig ist und die ganze Zeit weint. Hier sind einige häufige Symptome von Depressionen, auf die Sie bei sich selbst achten sollten.

  • Sie fühlen sich wie betäubt oder distanziert. Sie fühlen sich nicht traurig – stattdessen fühlen Sie sich leer.
  • Sie fühlen sich gereizt. Alles ärgert Sie, und Sie ertappen sich dabei, wie Sie Ihre Mitmenschen wegen unwichtiger Dinge angreifen.
  • Sie haben das Interesse an Dingen verloren, die Ihnen früher Spaß gemacht haben.
  • Sie fühlen sich hoffnungslos. Es scheint, als werden die Dinge nie besser werden.
  • Sie fühlen sich müde und können sich nicht konzentrieren.
  • Sie fühlen sich schuldig. Vielleicht haben Sie das Gefühl, nichts zu können oder anderen zur Last zu fallen.
  • Sie denken daran, sich selbst zu verletzen. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie nicht warten, sondern sofort professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Wenn eines dieser Symptome zwei Wochen oder länger anhält, sollten Sie einen Termin mit Ihrem Arzt oder Therapeuten vereinbaren. Depressionen sind gut behandelbar, und es gibt keinen Grund, darunter zu leiden, wenn es Hilfe gibt.

Vorbeugung Von Depressionen Nach Einer Operation

Depressionen sind keine unvermeidliche Nebenwirkung der bariatrischen Chirurgie. Vorbereitung und Unterstützung können einen großen Beitrag dazu leisten, dass Sie psychisch gesund bleiben. Hier sind einige Dinge, die Sie tun können, um Ihre Chancen auf eine Depression zu verringern.

Erforschen Sie das Leben nach der Operation. Machen Sie Ihre Hausaufgaben und informieren Sie sich darüber, was Sie nach der Operation erwarten können. Informieren Sie sich darüber, wie sich Ihr Leben verändern wird, damit es kein Schock ist, wenn es passiert.

Planen Sie, Ihre Ernährung durch Nahrungsergänzungsmittel zu ergänzen. Insbesondere sollten Sie die Einnahme eines Tryptophan-Präparats in Erwägung ziehen, da dies dazu beitragen kann, Ihren Serotoninspiegel normal zu halten. Fragen Sie Ihren Arzt, welche anderen Nahrungsergänzungsmittel Sie einnehmen sollten, um Ihre Gehirnchemie stabil zu halten.

Bewegen Sie sich jeden Tag. Bewegung ist ein natürlicher Stimmungsmacher. Es wird auch Ihnen auf Ihrem Weg zur Gesundheit helfen.

Suchen Sie einen Therapeuten auf. Unabhängig davon, ob Sie am Ende deprimiert sind oder nicht, kann ein Therapeut Ihnen helfen, sich an die Veränderungen des Lebens nach der Operation anzupassen.